Home sweet home!



Also, bevor die Diskussion unten noch an die hundert Kommentare lang wird, geb ich euch mal etwas neues, der Übersicht zuliebe.
Halloo? Das hier ist kein Forum. Aber wenn ihr's ganz so toll findet zum reden, dann lass ich den Blog leben. Eigentlich hatte ich vor ihn zu töten um das Kapitel abzuschließen.

Dann kommen wir mal zum Horror..

Ankunft.
Also, es war wirklich nicht schwer vom Flughafen nach Busàras (Central Bus Station) zu kommen und dort den Bus nach Rosslare um 15 Uhr zu finden - worüber ich echt voll froh war (anders rum ist es schwerer, aber dazu später mehr). Also als ich dort dann Ticket und alles gekauft hatte und mich vor das Gate zu meinem Bus platziert habe (alle anderen haben sich brav hinter mir aufgereiht :D) hab ich das erste Mal meine herzallerliebste Chefin angerufen. Es hat einige Minuten gedauert, bis sie sich daran erinnert hat wer ich bin und warum ich komme, aber dann meinte sie alles wär okay und sie würden mich um 18 Uhr am Rosslare Harbour Europort abholen. Die Busfahrt war okay aber etwas langweilig weil meine Nachbarin die ganze Zeit in ihre Studentenzeitung vertieft war und auf Gesprächseinleitungsversuche nicht reagiert hat. Die Landschaft war ziemlich wie bei uns, besonders als wir durch die Wicklow Mountains gefahren sind. Aber sonst einfach traumhaft... ähm, ja.
Als wir dann nach 3 Stunden (hell war ich froh, dass ich nicht auf's Klo musste - der Bus fährt nämlich gnadenlos durch und hält nur in den Dörfern) am Europort angekommen sind waren nur noch der Busfahrer und ich anwesend. Naja, ich bin ausgestiegen und keiner war da - abgesehen von einem sehr witzigen Kerl mit grauen wirren Haaren und irren Blick - Paddy, Jo's Ehemann. Da kam kurz das übliche vorstellen und dann sind wir eine halbe Stunde bis zum Hof gedüst. Während der Fahrt hab ich erfahren, dass der Wicht Künstler ist und neben abstrakten komischen Zeug auch leidenschaftlich Pferde zeichnet (und das echt wunderschön). Joa, als wir am Hof ankamen ist mir zuerst aufgefallen, dass eigentlich nur 2 Pferde da sind (hää? wo ist der Rest?) und dann wurde ich samt Koffer vor dem kleinen Cottage abgestellt und Paddy ist rüber ins Haus. Joah, naja, dann bin ich halt in das Cottage und habe zum ersten Mal Rafi (m, 20, Quebec) und Iris (w, 24, Bremen) getroffen, die netterweise etwas für mich gekocht hatten.
Da fand ich noch alles gut, wir haben uns toll unterhalten und uns ganz gut verstanden (dachte ich). Später kam noch Nikki dazu (w, 21, irgendwo aus England), die schon 2 Jahre da arbeitet und die BHS Examen gemacht hat, d. h. dort jetzt als Reitlehrerin arbeitet. Rafi hat mir dann noch ein bisschen den Hof gezeigt und die 2 Pferde (Thadeus: riesig, Grauschimmel und Sportpferd; das 2. Mandix: groß, Braunschimmel und ebenfalls Sportpferd) und den ersten Hengst, auf den alle so stolz sind, gezeigt. Der Hengst geht mir ungefähr bis zur Hüfte, ist ein kleines Pony (deswegen hatte ich ihn zuerst nicht gesehen) und heißt Maximus (lustig!). Der zweite, richtige Hengst stand auf einer Koppel in Hofnähe. Der war wirklich wunderschön.. cremefarben.. groß.. kraftvoll.. und freundlich... Ace eben. Danach sind wir eigentlich nur noch zurück ins Cottage und die Beiden sind bald schlafen gegangen - ich dann auch, weil der Fernseher nicht geht wenn zu viele Wolken da sind und ich im Cottage nicht ans Internet komme. In die Stadt nach Wexford kann man nur fahren wenn man 20-30 Minuten zum Bus läuft, der wohl – so man hektisch winkt – am Pub hält.
Das Cottage ist klein, arschkalt und alles ist klamm und feucht. Fällt viel Regen wölbt sich der Boden und wird nass. Wenn man geduscht hat braucht es 2 ½ Tage bis die Handtücher wieder trocken sind – was aber nicht funktioniert, da man sie zwischendurch ja wieder braucht.

1. Tag.
Morgens um 8:30 Uhr beginnt die Arbeit – eine gute Zeit. Auf dem Hof hab ich dann zum ersten Mal Jo getroffen und war dementsprechend aufgeregt und froh. Ich bin dann zu ihr hin, das übliche Vorstellen und ja.. eigentlich dachte ich, sie stellt sich vor und erzählt mir ein bisschen was, aber alles was zurück kam war: "Ja, hi, bin Jo – geh ausmisten!!". Erst dachte ich, sie hat vielleicht einen schlechten Tag. Jedenfalls bin ich dann brav mit ausmisten gegangen – ganz seltsame Technik, weil die da eben mit so Spähnen einstreuen usw. Und dann hat Rafi mir vorgemacht, wie man ein Heunetz korrekt (easy release knot) aufhängt und ist gleich weiter zur nächsten Box. Da kam dann Jo zu mir rein, schaut auf des Heunetz und fängt voll an zu motzen was mir einfällt des so aufzuhängen. Hab ich natürlich gesagt, dass ich das nicht aufgehängt hab, sondern Rafi weil er mir zeigen wollte wie das geht – schreit Jo mich an ich soll sie nicht anlügen und zugeben wenn ich Fehler mache. Ab da dachte ich, dass es nicht nur ein schlechter Tag sein kann. Die Box habe ich übrigens auch nicht richtig ausgemistet obwohl ich alles so gemacht habe, wie Iris es mir (auf Deutsch, damit ichs versteh, wohl gemerkt) erklärt hat. Whatever. Da war’s mir noch egal und ich dachte das ist bestimmt am 1. Tag immer so, weil man ist ja so nervös und unsicher und alles ist neu. Danach kommt immer das große Fegen – der gesammte Hof mit Einfahrt wird blank gekehrt. Ich muss wohl nicht erwähnen, dass meine Art zu kehren nicht richtig war??
Hinterher bin ich dann mit Iris, weil sie als einzige von uns ein Auto hat, und Nikki, zum reden, nach Wexford in die Stadt gefahren um meine PPS number zu bekommen. Das ist wohl sowas wie die Sozialversicherungsnummer. Natürlich hatte Jo uns vergessen so einen Wisch mitzugeben und meine Anmeldung ging deswegen nicht und Iris musste extra nochmal zurückfahren um den Wisch zu holen. Es hieß dann jedenfalls, dass ich am Montag dann nochmal alleine nach Wexford fahren muss um die Nummer zu holen und mich beim FÁS Büro für den Kurs anzumelden (mit Bewerbungsgespräch etc.). Danach sind wir dort noch zum Laden und ich konnte mir endlich was zum Kochen besorgen etc.
Zurück am Hof hieß es dann, dass ich jetzt Mandix reiten soll. Fand ich ja voll toll, endlich reiten und juhuu und naja.. ich konnte ja nicht ahnen wie das werden wird.
Man steigt auf diesem Hof ja nicht alleine auf, sondern man gibt immer Räuberleiter. Warum auch immer. Naja, dann saß ich oben auf Mandix und hab mir die Steigbügel eingestellt und Jo kam zu mir rüber. Hat sich meine Steigbügel angeschaut und fängt sofort wieder zum schreien an (das Pferd hat gleich einen Satz zur Seite gemacht), was mir den wohl einfällt mir die Steigbügel so lange zu stellen und ob ich denn nichts gelernt hab und wir gehen doch ausreiten und bla bla bla. Dann hat sie mir die Steigbügel gestellt. Ich muss in etwa so ausgesehen haben, als würde ich mit Samiras Bügeln reiten – ich werde euch Samstag demonstrieren wie kurz die waren. Meine Knie haben sogar ein bisschen über den Sattel geschaut. Ich hab Jo dann versucht zu erklären, dass wir zu Hause mit längeren Bügeln reiten und ich nicht wusste, dass es in Irland anders ist. Da hat sie wieder rumgemotzt. Aber da dachte ich noch, dass es schon gehen wird mit den kurzen Bügeln und ich mich sicher daran gewöhnen würde (erste Zweifel darüber, ob ich denn wirklich in Deutschland so unterrichten kann waren da aber schon da). Dann bin ich losgeritten und das Pferd hat bisschen rumgebockt und wollte nicht nach draußen gehen egal was ich gemacht habe. Jo hat getobt umd rumgebrüllt und was weiß ich nicht alles.. nach 3 Minuten musste ich dann absteigen, bekam noch ein "geh die Zaumzeuge putzen" und dann sind die alle (Nikki, Rafi, Iris und Jo) ausgeritten. Also habe ich 2 Stunden lang Zaumzeuge geputzt und mit einem Hund geredet, der einen irischen Namen hat, weswegen ich ihn hier nicht hinschreiben kann. Als die 4 wiederkamen musste ich ihre Pferde absatteln und in die Box tun. Dann haben wir nochmal gemeinsam ausgemistet und den Hof gefegt. Gegen 17 Uhr ist dann immer Feierabend.
Abends im Cottage ist es langweilig. Keiner hat Lust zu kochen, alle sind müde. Simi hat kein Buch, keiner will reden. Und 20-30 Minuten zu laufen um 50 Minuten nach Wexford zu fahren rentiert sich nicht. Kilrane hat zwar zwei Pubs.. aber keine jungen Leute.

Tag 2.
Morgens haben wir wieder ausgemistet, Heunetze gefüllt und aufgehängt und den Hof gefegt. Dass ich angeblich wieder alles falsch gemacht habe und ständig nur angemotzt wurde lass ich mal weg. Ich hab noch mit Nikki zusammen Stangen auf den Reitplatz getragen und von ihr so ein bisschen was über den Hof erfahren. Ich glaube Nikki war die einzige, die mich recht gut leiden konnte. Hinterher sind wir alle Äpfel pflücken gegangen und dann war erstmal wieder Reitstunde. Dieses Mal hat man Iris losgeschickt damit sie ein einfaches Reitschulpony für mich von einer der Weiden (10 Minuten mit Auto) holt. War ein kleiner stämmiger Wallach namens Fred. Schwarz mit weißer Blesse und weißen Fesseln, der irgendwo mal einen Irish Tinker mit drinnen hatte wie einige der Ponys.
Natürlich hat mit Fred auch nichts geklappt. Die reiten nicht mit Gewicht verlagern und Schenkeln, sondern eher mit reinhacken und Zügeln, das hat mir anfangs keiner gesagt, deswegen lief es wirklich grauenhaft. Bis Jo dann mal in einem ihrer Brüllanfällen erwähnt hat, dass ich mit der linken oder rechten Hand nach außen gehen muss, wenn ich möchte das das Pferd in die jeweilige Richtung geht. Ab da konnte ich mein Pferd zumindest auf dem Hufschlag halten – ein großer Fortschritt. Dann kamen wir zum angaloppieren. Ich hab es nicht geschafft Fred zum Galoppieren zu bekommen. Von Jo kam immer nur "Kick! KICK! KIIIIIICK!!!" und ja.. ich mache alles falsch. Ich halte meine Hand zu tief, ich hab die Schenkel an der falschen Stelle, die Hilfen habe ich falsch gelernt und und und und. Nach ewigen Brüllen hat Jo mich aufgegeben, ich durfte nicht mehr versuchen anzugaloppieren. Jo ließ nur noch verlauten, dass sie meinem Reitlehrer am liebsten eine runterhauen würde und hat mich ignoriert. So konnte ich 10 Minuten lang das Lenken üben. Dann sollten wir alle antraben und in den leichten Sitz gehen – schön und gut. Aber mit den ewig kurzen Bügeln und den deswegen schmerzenden Beinen konnte ich das einfach nicht. Ich musste mich wie der dümmste Anfänger am Halsriemen festhalten, damit ich nicht vom Pferd falle.
Nach dem Reiten durfte ich mit Iris zusammen die Ponies zurück auf die Weide bringen (20 Minuten ausreiten, JUCHEEE! Meine Reitschuhe waren danach im Arsch und meine Füße nass – man watet durch Schlamm auf dem Weg zur Koppel). Dann kam wieder das übliche Ausmisten und Fegen, bei dem ich offensichtlich nie etwas richtig gemacht habe und deswegen ständig angeschrien wurde.

Tag 3.
Wieder ausmisten und fegen. Inzwischen hatte ich schon 3 Blasen an der rechten Hand, aber die habe ich so gut es geht ignoriert – genauso wie Jo, die immer noch ständig am schreien war. Die anderen sind dann wieder ausgeritten und ich habe Sättel geputzt, wie immer 2 Stunden lang. Hinterher war dann eine Reitstunde, und eine gewisse Donna war zum Reiten da. Ich durfte mitreiten und Nikki hat dieses Mal den Unterricht gemacht. Kein Schreien mehr und mir wurde endlich mal erklärt wie die Leute hier reiten und nach einigen gescheiterten Versuchen habe ich es sogar geschafft mit meinem kleinen braunen Wallach namens Bobby eine komplette Runde zu galoppieren. Das war allerdings auch das einzige und letzte Mal. Bei der restlichen Arbeit wurde ich wieder die ganze Zeit von Jo niedergemacht. Ich weiß heute immer noch nicht, was ich dieser Frau eigentlich getan habe. Zu Rafi und Iris war sie immer voll nett und hat mit denen über Gott und die Welt geredet, wie die leibste Ersatzmutter der Welt. Ab da habe ich überlegt, ob es nicht besser ist nach Hause zu gehen. Man kommt einfach nicht dazu seine Stimmung aufzubessern, wenn man die ganze Zeit nur angemault wird.
Später hat man mir gesagt, dass Jo Geburtstag hatte und ich ihr hätte gratulieren sollen. Ja man, die Hühner und Katzen haben mir auch die ganze Zeit gesagt, dass Jo Geburtstag hat, hätte ich doch nur auf sie gehört. Ich bin dann zum Haus und hab geklopft um zu gratulieren. Ich wurde angeschrien und weggeschickt mit der Ansage, dass ich nach halb 6 da nicht mehr zu klopfen habe. Cheerio!
In der Nacht, in der ich mal wieder zu sehr gefrohren habe und nicht schlafen konnte, hatte ich beschlossen, dass ich nicht bleiben will.

Tag 4.
Aufgestanden, gemistet, Heunetze gefüllt, gefegt mit Iris und Rafi Pferde von der Koppel geholt. Da kamen dann auch schon die Kinder dazu, die immer am Wochenende kommen. Die waren alle ganz niedlich und wollten alles mögliche über mich wissen. Dann haben wir die ganzen Ponys gestriegelt und aufgesattelt und dann kamen schon die ersten kleinen Kinder zum Reiten. Ab da hatten sie für mich nichts mehr zu tun, also hieß es, ich soll den Hühnerstall msiten. Rafi hat mir geholfen. Es war echt nur noch eklig. Das Ding hatte seit 3 Jahren niemand mehr sauber gemacht. Es hat so eklig gestunken da drinnen und uns war voll schlecht die ganze Zeit. Rafi ist dann irgendwann los was anderes machen und ich war alleine mit dem Hühnerstall. Jo kam immer zufällig dann vorbei, wenn ich gerade etwas umgestellt habe um die andere Seite besser zu erreichen. Deswegen hat sie mich die ganze Zeit angeschrien, ich soll nicht nur rumstehen sondern gefälligst was machen. Das war 3x so, bis ich mit dem Boden fertig war und nur noch die Nester übrig waren. Da habe ich mir schnell meine Jacke angezogen, weil es angefangen hat zu regnen und mir schweinekalt war – natürlich kam in dem Augenblick Jo und hat wieder rumgeschrien wie faul ich doch bin und ich würde nichts machen. Da hab ich ihr einfach gesagt, dass ich nicht bleiben will und die BHS Examen nicht machen möchte. Sie hat nicht viel dazu gesagt sondern ist davonmarschiert. Ich hab weiter die Nester leer geräumt.
Später durfte ich dann wieder reiten, aber erst als Jo mich gefragt hat ob ich möchte und nur unter der Bedingung dass ich alles mache was sie sagt – das hab ich nicht verstanden, weil ich in jeder Reitstunde versucht habe, das zu machen was sie mir angeschafft hat. Dieses mal saß ich auf einem Tinker namens George. Den mochte ich wirklich gerne und das reiten hat sich zum ersten Mal gut angefühlt. Ich konnte zwar wieder nicht angaloppieren und Jo hat die ganze Zeit rumgemotzt, aber ich mochte George einfach. Ich war in einer Stunde mit lauter 6-jährigen Kindern und dann hat Jo Hindernisse aufgebaut. Totale Anfängerdinger hat sie gesagt. Die waren aber höher als die Stangen bei uns. Davor hat sie ein paar Trabstangen gelegt und jeder durfte dann im Trab über die Stangen und das Hinderniss. Sogar ich, was mich sehr erstaunt hat. Bestimmt nur, weil das ganze im Trab ging und kein Galopp brauchte. George ist richtig munter geworden beim Springen, ich glaub der hat daran einen riesen Spaß. Das letzte Mal, dass ich reiten durfte. Dann kamen neue Kinder und neue Stunden und ich bin zum Misthaufen aufschichten geschickt worden, während Rafi und Iris sich vor den Reitplatz gesetzt haben und dem Unterricht zugesehen haben. War mir aber egal, denn es stand ja schon fest, dass ich gehen werde.
Später kam Nikki vorbei und hat mich gefragt wie ich George finde. Als ich gesagt habe, dass ich ihn sehr gern mag, war sie richtig begeistert und meinte, dass ihn nur wenige mögen, weil er so faul sein kann. Außerdem spiegelt er immer deine Stimmung wieder – wenn du scheiße drauf bist, ist er es auch und macht nichts mehr. Sie fand es toll, dass ich ihn mag. Sie hat mich dann bei ihren Reitstunden helfen lassen und ich durfte George für einen kleinen Jungen namens Cormac führen. Das war lustig und das erste Mal, dass mir eine Arbeit Spaß gemacht hat.

Tag 5. Letzter Tag.
In der Früh wieder alles wie sonst, nur das dieses Mal lauter Kinder mit rumgesprungen sind, die für ihre Reitstunden mitarbeiten. Das war ganz gut, dann hat alles nicht so lange gedauert. Aber ich war irgendwie immer im Weg. Ich habe angefangen auszimisten, dann hat Jo gesagt, dass die Kinder das schon machen und ich gefälligst zu Nikki gehen soll um die Ponys von der Weide zu fangen. Dann bin ich zu Nikki gestiefelt und wollte ihr helfen, sie meinte ich soll lieber ausmisten gehen, weil ihr auch schon so viele Kinder helfen. Ja man! Was soll ich denn tun? Warum geben sie einem dann mal nicht länger frei am Morgen, wenn sowieso zu viele Leute da sind? Jedenfalls wurde ich von Jo angeschrien, als ich ohne Pferd wiedergekommen bin – sie hört ja nie zu, also konnte ich ihr auch nicht erklären, dass dort schon zu viele Kinder waren.
Dann gingen die normalen Stunden los und ich durfte einige Pferde für Kiddies führen, was ganz angenehm war. Abwechslung. Ich hab da zwar angeblich auch alles falsch gemacht – aber das war ich ja schon gewohnt. Vor der Mittagspause habe ich Jo dann gefragt wie ich das Internet zum Laufen bekommen kann. Sie meinte, sie weiß nicht ob das funktioniert und ja, ich soll es draußen probieren. Dann meinte ich, dass ich es unbedingt brauche, weil ich sonst keinen Flug für Donnerstag buchen kann. Darauf meinte sie, ich soll so bald wie möglich gehen, weil mich hier keiner ausstehen kann und ich nur rumstehe und nichts mache. Außerdem würden mich Rafi und Iris auch nicht mögen und deswegen gar nicht mehr gern im Cottage sein. Ab da war mir klar, dass ich – egal wie – am nächsten Tag nach Dublin fahre.
Nach der Pause habe ich Nikki wieder bei der Reitstunde geholfen und wir haben einen Spaziergang mit den Kindern gemacht. Abends wieder das normale ausmisten etc. Jo hat wieder gemotzt und bla.
Am Abend habe ich dann Iris gefragt, ob sie mich am nächsten Morgen nach Rosslare Harbour zum Bus nach Dublin fahren kann. Das hat sie getan. Scheiße war ich froh weg zu sein.

Dublin.
WAR TOLL! Hostel war witzig, Mitbewohner super gut drauf! Viel Spaß, viel gesehen und Stimmung wieder super. :D Am liebsten wäre ich mit den Italienerinnen zur Westküste gefahren und hätte mit denen ein paar witzige Urlaubstage gemacht. Aber zu dem Zeitpunkt hatte ich meinen Flug leider schon gebucht.

Jedenfalls war’s scheiße. Mal wieder ein Traum zerplatzt. Aber ich mochte die Pferde, Hunde und Katzen. :D

18.9.08 13:07


Feeeeertig!



Sooo! Der Blog ist da!
Mal sehen ob ich noch dazu komme etwas daran zu ändern

7.9.08 17:47